Liebe Menschen

kann man nicht genug um sich haben. Ein lieber Freund hat mich nach mehreren Telefonaten und persönlichen Gesprächen endlich motiviert, dass ich meinen eigenen Blog eröffne.

Da bin ich!

Ich heiße meine Leser herzlich willkommen!

Viel Spaß!

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Vom Ende einer Geschichte – Julian Barnes

Nun habe ich das Buch gelesen, da ich eine Radio1 Buchempfehlung gehört habe und was soll ich sagen: Ich bin enttäuscht. Ich war sehr gespannt und vielleicht waren meine Erwartungen auf Grund der gehörten Rezension einfach zu hoch.
Julian Barnes stellt uns einen Pensionär vor, Tony Webster, der ein mittelmäßiges Leben schon hinter sich hat und der auch nicht mehr viel vor sich hat. Plötzlich wird ein Testament eröffnet und er wird benachrichtigt, dass er 500 Pfund und ein Tagebuch eines alten Schulfreundes geerbt hat.

Die Verquickungen in der Geschichte sind zu Beginn spannend und man liest das Buch auch in einem Rutsch durch. Ist man aber am Ende angekommen, ist man enttäuscht mit wie wenig Tiefe die einzelnen Figuren und deren Leben gewürdigt wurden. Der Stoff hätte einiges zu Bieten gehabt. Barnes schafft es nicht, unseren Pensionär von der Oberfläche in eine philosophische Tiefe des Lebens zu tauchen.

Es geht in diesem Buch um die Jugend, die Erinnerung, die Lebensphilosophie, Freunde, Frauen und auch Suizid. Eine geballte Mischung aber leider für mich nicht ausgereift.

Noch eine Anmerkung zur Sprache:
Wenn von „raubgierigen“ und unzüchtigen „jungen Mannsbildern“ gesprochen wird, warum muss die Übersetzerin das Wort: „priapeischen Mannsbildern“ verwenden. Das macht das Buch nicht philosophischer, sondern man ärgert sich, dass man auf der Couch liegend, zum Bücherregal laufen muss um das Fragezeichen im Kopf aufzulösen.

Julian Barnes, 1946 geboren, lebt und arbeitet als Journalist in London. Das Buch ist bei Kiepenheuer& Witsch in der 1.Auflage 2011 erschienen und kostet 18,99€.

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mach’s falsch, und du machst es richtig

Die Kunst der paradoxen Lebensführung von Dr. Christian Ankowitsch

Wie man durch Nichtstun trotzdem das Richtige macht oder wie man sagt: ich will das nicht! Und bekommt es trotzdem! Sehr gelungen, viel witziges, kurioses und vieles zum ausprobieren! Was wir mit der Sprache alles anrichten können oder eben nicht!

Unbedingt Lesen!

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Kirschtorte – Ein badischer Krimi von Brigitte Glaser

Heute möchte ich Ihnen einen Krimi aus der Ortenau vorstellen. Wenn man, wie ich, als Berlinerin ein paar Jahre in der Ortenau gelebt hat und dann wieder in das kalte Berlin zurück kehrt, dann ist dieser Krimi genau das Richtige für verregnete Herbst-Sonntage, an denen noch nicht mal der Hund vor die Tür möchte.

Frau Glaser versteht es Ihre Region so treu und ehrlich zu beschreiben, dass man gleich wieder Sehnsucht bekommt. Sie verflechtet ältere Kriminalfälle mit der “Kirschtorte”, ohne das man ihre anderen Bücher gelesen haben muss, steigt man sofort ein. Man ist mittendrin unter Hotelbesitzern, Schnapsbrennern, Bauern, Restaurantbetreiber und lernt die gute Küche der Ortenau auch literarisch zu verstehen. Der Fall ist real und die Sorgen der Region (z.B. Tourismus, Schwarzwald) werden sehr gut dargestellt.

Lange tappt man im Dunkeln, wer denn nun der Mörder ist, da sich unter jedem Dach ein Ach? zu finden lässt. Ist man dem Täter auf der Spur, bleibt es trotzdem spannend, da Frau Glaser es geschickt zu schreiben versteht den Spannungsbogen zu halten. Und zu guter Letzt finden sie noch 6 spannende Rezepte zum selber kochen in denen die Kirsche oder das Kirschwasser eine Zutat ist.

Brigitte Glaser ist Jahrgang 1955, stammt aus dem Badischen und lebt seit 27 Jahren in Köln. Ihr Buch erschien erstmals 2004 im emons Verlag und kostet 9,90€.

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Titos Brille von Adriana Altaras – die geschichte meiner strapaziösen familie

Adriana Altaras nimmt uns mit auf eine Reise in die Geschichte ihrer eigenen Familie. Adriana ist 1960 in Jugoslawien geboren, kam dann nach Aufenthalten in Italien und der Schweiz mit 10 Jahren nach Deutschland. Ihre jüdischen Eltern ließen sich in Gießen nieder und sie wird nach dem Gymnasium Schauspielerin. Sie lebt mit Ihrem deutschen Mann und 2 Söhnen in dem wunderbaren Berlin und Adriana gibt uns einen Einblick in Ihr Leben und das Ihrer Eltern.

Sie muss sich um den Nachlass der Eltern kümmern und somit beginnt für Sie eine Reise in die Vergangenheit. Diese Vergangenheit verbindet sie so geschickt mit den parallelen ihrer eigenen Kindheit & Kinder, das man zwischen den Zeiten hin und hergezogen ist. Es ist Geschichte, Familie, Berlin, Leben, Glaube & Liebe so genial miteinander verflochten, dass ich dieses Buch gern als Pflichtlektüre, eine die Spaß macht, für den Geschichtsunterricht empfehlen möchte.

Wieder einmal wird deutlich, was der 2. Weltkrieg für Spuren hinterlassen hat, mit denen ein ganzes Europa zu kämpfen hat. Und weil das ja nicht genug war, kommt auch die kommunistische Gradwanderung der jugoslawischen Partisanen und der Regierung in diesem Buch nicht zu kurz. Ebenso bekommen wir einen sehr privaten Einblick in das jüdische Berlin von heute.

Es ist ein mit sehr gutem Wortwitz geschriebenes Buch, das man erst wieder aus der Hand legt, wenn die Geschichte zu Ende. Es ist ein autobiographisches Buch und es beschreibt ein extrem facettenreiches Leben Ihrer Eltern und natürlich auch ihr eigenes.

Titos Brille erschien in der 1.Auflage 2011 bei Kiepenheuer&Witsch und kostet 18,99€

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Rework – Eine Kündigung an alle Workoholics

Heute möchte ich das Buch “ReWork” von Jason Fried u David Heinemeier Hansson vorstellen.
Business intelligent & einfach

Dieses Buch empfehle ich jedem Direktor, CEO, CFO, COO, Personalleiter, Projektmanager, Burn-Out Patienten.
Nein! Ich empfehle es jedem der gern effektiv arbeitet und kein Workoholic mehr sein möchte.

Gleich in den ersten Kapiteln des Buches lernen wir, was wir alles weglassen, optimieren oder verbessern können. Und das beschrieben in einer Einfachheit, die einfach genial ist. Da ich oft beim Kunden als Freelancer unterwegs bin, sind die meisten Tipps für mich sehr klar.
Oft habe ich schon die Defizite in:
Meetings – keine klare Linie
Hierarchie – keiner traut sich etwas zu widersprechen oder
Prozesse – die nur der Beschäftigung dienen
aber nicht der Effektivität, erlebt.

In diesem Buch beschreiben die Autoren Ihren eigenen Weg. Sie sind Begründer der Software Firma 37Signals. Sie verfolgen Ihre Ziele so effizient, dass man sich fragt, warum in der Wirtschaft nicht immer so gearbeitet wird. Warum brauchen wir Wachstum? Ist der Kunde wirklich König? Nein, denn wenn wir auf jeden Wunsch des Kunden eingehen, dann kommen wir vom Weg ab. “Concentrate on the Essentials” das ist die Botschaft. Und diese Botschaft wird mit so vielen praktischen, kreativen Tipps untermalt, dass man einen Stift für’s markieren braucht. Zu guter Letzt, jede Seite ist so klar und schnell umsetzbar, dass man in einen Arbeitseifer verfällt und auch mal neue Wege geht, die einfach Spaß machen.

“Rework” erschien 2010 in der deutschen Erstausgabe, im Riemann Verlag (München) und kostet 16,95 €

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Ortheil schreibt Leidenschaft – Die Erfindung des Lebens

Ich möchte ihnen das Buch von Hanns-Josef Ortheil “Die Erfindung des Lebens” vorstellen.

Ortheil schreibt Leidenschaft, obwohl sein Weg nicht leicht war, so hat er nie aufgegeben. Es ist eine aufbauende und inspirierende Lektüre für alle die Optimismus benötigen, eine Krise überstehen wollen oder eine Niederlage einstecken müssen. Das Buch versprüht Energien und man fängt sofort bei sich selbst an. Es ist eine Autobiographie, eine Lebensgeschichte, bei der man am Ende des Buches traurig ist, dass es schon vorbei ist. Ortheil versteht es die Orte und Szenen so zu beschreiben, dass man meinen könnte, selbst in dieser Zeit gelebt zu haben. Sein Leben ist sehr seltsam und ungewöhnlich verlaufen und er schafft es seine Leser nicht mehr loszulassen.

Ortheil wächst in den Nachkriegsjahren in Köln auf. Er ist der fünfte Sohn. Allerdings sind seine Brüder während des Krieges gestorben bzw. wurden tot geboren. Seine Mutter ist traumatisiert und spricht schon seit Jahren nicht mehr, als Ortheil auf die Welt kommt. Somit wächst Ortteil stumm, mit einer stummen Mutter und seinem Vater, ein Geodät, in Köln auf. Ein Klavier im Hause der Eltern bringt den ersten Durchbruch in seiner Entwicklung, wird er dann mit sechs Jahren, immer noch stumm, in die Volksschule eingeschult, so kann er den Hass der Lehrer und Schüler nicht länger aushalten und sein Vater nimmt ihn aus der Schule. Der weitere Weg Ortheils ist so unglaublich, dass ich an dieser Stelle nicht mehr verraten möchte.

Ortheil versteht es, seine Leser mitfühlen zu lassen ohne dabei in Mitleid zu verfallen, man bewundert seinen Ehrgeiz ohne eine Arroganz zu verspüren und man ist beim Lesen stolz darauf, wie er seinen Weg gegangen ist. Eine besondere Gabe hat Ortheil, wenn er die Natur und die Musik beschreibt in der er sein Erlebtes kombiniert mit einer Sprache, die, die Bilder vor dem eigenen Auge nicht lange warten lassen. Man ist mitten drin und bekommt eine unglaubliche Sehnsucht.

Ein Auszug:
„Schon beim frühmorgentlichen Aufstehen spürte man dort die Freiheit, ja im Grunde war die Lebenslust sofort da, weil man sich durch nichts und niemand eingeschränkt fühlte und der Kontakt mit der Natur jeden Tag tiefe Spuren einer inneren Befriedigung und eines stabilen Glücks hinterließ.“

Ich habe dieses Buch, immerhin fast 600 Seiten, in weniger als 48 Stunden ausgelesen und ich bin fasziniert.

Hanns-Josef Ortheil wurde 1951 in Köln geboren und ist deutscher Schriftsteller und promovierter Germanist (Quelle: Wikipedia.de). Das Buch “Die Erfindung des Lebens” erschien im btb Verlag und kostet in der Taschenbuchausgabe 11,99 Euro.

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